Tipps für den erfolgreichen Textildruck

T-Shirt-Druck: Position und Größe

Die richtige Position und Größe beim T-Shirt bedrucken

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T-Shirt

Zentrierte Designs - Fläche

  • Erwachsener 27x27 cm
  • Jugendliche (M/L) 26x26 cm
  • Jugendliche (S) 21x21 cm
  • Kleinkind 13x13 cm

Zentrierte Designs - Platzierung

  • 7-8 cm vom Kragen (für jede Größe)

Brust/Brusttasche - Fläche

  • Erwachsener 8x8 cm
  • Jugendliche (M/L) 8x8 cm
  • Jugendliche (S) 8x8 cm
  • Kleinkind 6x6 cm

Brust/Brusttasche - Platzierung

  • 13-20 cm von der linken Schulternaht
  • 10-15 cm von der (gedachten) Mittellinie

Weitere Möglichkeiten

  • Ärmel
  • vertikal hinunter auf der Vorderseite
  • Hüfte
  • Nacken
  • oberer Rücken
Nackenlabel

Auf der Innenseite können im Nackenbereich Informationen zur Waschbarkeit eingedruckt werden. Sie können dort auch Ihr Logo platzieren oder selbst ein Label gestalten.

Sweatshirt, Kapuzenpulli

Vorderseite zentriert - Platzierung und Größe

7-8 cm vom Kragen für alle Größen (außer Zipper)

  • Erwachsener 27x27 cm
  • Jugendlicher (M/L) 26x26 cm
  • Jugendlicher (S) 21x21 cm
  • Kleinkind 13x13 cm

Brust links Platzierung und Größe

13-20 cm unterhalb der linken Schulternaht und 10-15 cm von der gedachten Mittellinie

  • Erwachsener 8x8 cm
  • Jugendliche (M/L) 8x8 cm
  • Jugendliche (S) 8x8 cm
  • Kleinkind 6x6 cm

Rücken zentriert Platzierung und Größe

5-7 cm unterhalb der Halsnaht; Zip-UP/Kapuze: 10-11 cm

  • Erwachsener 35x28 cm
  • Jugendlicher (M/L) 34x29 cm
  • Jugendlicher (S) 29x24 cm
  • Kleinkind 21x17 cm

Ärmel Platzierung und Größe

von der Mittelnaht ausgehend die Mitte des Ärmels finden

  • Erwachsener 5x29 cm
  • Jugendlicher (M/L) 5x27 cm
  • Jugendlicher (S) 5x25 cm
  • Kleinkind 2x20 cm

Kappen, Mützen, Caps

Niedrige Kappen Design-Größen

  • Vorn 4x10 cm
  • Schirm 4x13 cm
  • Seiten 2x6 cm
  • Hinten 2x7 cm

Mittelhohe Kappen Design-Größen

  • Vorn 5x12 cm
  • Schirm 5x13 cm
  • Seiten 2x6 cm
  • Hinten 2x6 cm

Hohe Kappen Design-Größen

  • Vorn 5x12 cm
  • Schirm 5x13 cm
  • Seiten 2x8 cm
  • Hinten 2x6 cm

Niedrige Crown Design-Größen

  • Vorn 4x10 cm
  • Schirm 5x13 cm
  • Seiten 2x6 cm
  • Hinten 2x6 cm

Visor Design-Größen

  • Vorn 3x12 cm
  • Schirm 5x13 cm
  • Seiten 2x10 cm

 

Taschen, Rucksäcke und Co.

Design-Platzierungen

  • Rucksack: zentriert
  • Turnbeutel: zentriert
  • Sporttasche: zentriert
  • Umhängetasche: zentriert
  • Einkaufstasche: zentriert

Design-Größen

  • Rucksack 12x12 cm
  • Turnbeutel 12x12 cm
  • Sporttasche 15x30 cm
  • Umhängetasche: 12x12 cm
  • Einkaufstasche: 25x25 cm

 

Fußball-Trikot

Geht es um offizielle Trikots für den Spielbetrieb, unbedingt die Vorgaben der Ligen beachten!

Brustnummern Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7 cm

Brustlogo Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7 cm

Rückenname Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 5 cm

Rückennummer Größe

  • Erwachsene 20 cm
  • Jugendliche 20 cm

Shorts Nummern-Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7 cm

Basketball-Trikot

Geht es um offizielle Trikots für den Spielbetrieb, unbedingt die Vorgaben der Ligen beachten!

Brustnummern Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7-8 cm

Rückenname Größe

  • Erwachsene 7-9 cm
  • Jugendliche 5 cm

Rückennummer Größe

  • Erwachsene 20 cm
  • Jugendliche 15 cm

Hosennummern-Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7-8 cm

Volleyball-Jersey

Geht es um offizielle Trikots für den Spielbetrieb, unbedingt die Vorgaben der Ligen beachten!

Brustnummern Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7 cm

Rückenname Größe

  • Erwachsene 7 cm
  • Jugendliche 5 cm

Rückennummer Größe

  • Erwachsene 20 cm
  • Jugendliche 15 cm

Hosennummern-Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 5 cm

Eishockey-Trikot

Geht es um offizielle Trikots für den Spielbetrieb, unbedingt die Vorgaben der Ligen beachten!

Brustnummern Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7-8 cm

Schulter/Ärmel Größe

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7-8 cm

Capt. "C" / Asst. Capt. "A"

  • Erwachsene 10 cm
  • Jugendliche 7-8 cm

Rückenname Größe

  • Erwachsene 7-8 cm
  • Jugendliche 5 cm

Rückennummern-Größe

  • Erwachsene 25 cm
  • Jugendliche 25 cm

 

Die Möglichkeiten der Fashion Foil

Die Fashion Foil bietet neben der von uns empfohlenen und deckenden Andruckweise mit Adhesive noch viele weitere Möglichkeiten, Textilien damit kreativ zu dekorieren. So lässt sie sich zum Beispiel mit verschiedenen Methoden mehrfarbig andrucken. Als Untergrund empfehlen wir unser Adhesive aus plotbarem Hotmelt-Kleber. Fashion Foil kann aber auch über selbstentgitternde Transferpapiere oder Siebdrucktransfers gepresst. werden. Zudem verleiht sie Flexfolien einen metallischen Schimmer.

Wichtig: Immer einen Abdeckbogen verwenden!

Verwendete Materialien:

Selbstentgitternde Transferpapiere, Siebdrucktransfers etc.

Veredeln Sie Teile von selbstentgitternden Transferpapieren, von Siebdrucktransfers oder anderen Transfers mit der Fashion Foil. Die Fashion Foil hält auf nahezu allen Transfers mit klebender Oberfläche. Es bietet sich an, die Fashion Foil für Highlights zu verwenden.

Mehrfarbiger Andruck in Distressed-Optik

Wird die Fashion Foil vor dem Andruck zerknüllt, lösen sich Farbpartikel. Beim Aufdruck entsteht dadurch ein Distressed-Effekt, bei dem die Farbe nicht gleichmäßig übertragen wird.

Zunächst die Hauptfarbe im Distressed-Look anpressen. Dazu wird die Fashion Foil (im Beispiel Silber) vor dem Anpressen zerknüllt. Nach dem Abkühlen und Abziehen der silbernen Folie werden die farbigen Highlights mit kleinen Stücken Fashion Foil (hier in Red und Sapphire Blue) aufgelegt. Die Farbe dieser Folie überträgt sich nun an den Stellen, wo die silberne Farbe aufgrund des Distressed-Looks nicht aufgetragen wurde.

Formen mit Schere zuschneiden

Für einfache geometrische Muster kann die Foil auch mit der Schere zugeschnitten werden, um so kreative Farbmuster zu erstellen. So wurde diese Blume des Lebens aus dem Buddhismus zunächst mit Adhesive angepresst. Dann wurde ein kleines Stück Fashion Foil Copper zu einem Kreis geschnitten. Darüber wurde ein zweiter, etwas größerer Kreis aus Fashion Foil Rose Gold gelegt und anschließend das ganze Motiv noch einmal mit Fashion Foil Kupfer abgedeckt. Anschließend wurden alle drei Schichten auf einmal angepresst.

Mehrfarbiger Andruck mit Schablonen

Aus einem Grip Abdeckbogen lässt sich mit einem Plotter eine Schablone schneiden. Diese wird unter die erste Farbe der Fashion Foil gelegt. Dadurch wird dieser Bereich beim Andrucken der ersten Farbe ausgespart. Nachdem die Fashion Foil abgekühlt ist und entfernt wurde, kann auch die Schablone vorsichtig gelöst werden. Im zweiten Schritt wird nun eine andersfarbige Fashion Foil über den freigelassenen Bereich angedruckt.

Bonus: Ausdrucke aus dem Laserdrucker verzieren

Unsere Fashion Foil hält im Übrigen auch aus Ausdrucken von Laserdruckern. Einfach die Foil über den gewünschten Bereich legen und mit den üblichen Parametern andrucken.

Vorsicht allerdings bei doppelseitig bedruckten Papierbögen oder wenn Sie nicht die komplette Tinte mit der Fashion Foil bedecken. Die Tinte färbt ab auf Bodenplatte und Abdeckbogen. Dies kann zu Abdrücken auf anderen Bögen oder Kleidungsstücken führen.

Glänzende Designs mit Fashion Foil und Adhesive

Mit der Fashion Foil sind unglaubliche Glanzeffekte auf Transfers möglich. Das tolle an dieser Folie ist, dass sie nicht geschnitten werden muss, sondern direkt auf eine andere Flexfolie aufgepresst werden kann. Wir empfehlen dazu unser Adhesive. Dabei handelt es sich um eine leicht plotbare und leicht zu entgitternde Folie, die nur aus einer Kleberschicht besteht.

Benötigte Materialien

Schritt 1: Motiv aus Adhesive plotten oder ausschneiden

Plotten Sie das gewünschte Motiv aus der Adhesive-Folie. Sie lässt sich wie Flex verarbeiten. Achten Sie darauf, die richtige Seite (die Kleberseite) zu schneiden. Entgittern Sie das Motiv anschließend, indem Sie überflüssige Folie von Träger ziehen.Geplottete Adhesive-Folie

Schritt 2: Adhesive andrucken

Platzieren Sie das Adhesive-Motiv auf dem Textil und drucken Sie es mit einer Transferpresse bei 150° C für fünf Sekunden an. Den Träger können Sie anschließend sofort heiß abziehen.

Links Adhesive vor dem Andruck, rechts wurde die Trägerfolie abgezogen.

Schritt 3: Fashion Foil auflegen

Legen Sie die Fashion Foil über das angedruckte Adhesive-Motiv. Die farbige Seite zeigt nach oben. Die Fashion Foil sollte das ganze Motiv bedecken und kann ruhig über die Ränder hinausgucken. Ein grobes Zuschneiden der Foil ist zum einfacheren Platzieren hilfreich, aber nicht notwendig. Fashion Foil glatt auflegen

Schritt 4: Fashion Foil anpressen

Decken Sie das Motiv mit einem Abdeckbogen ab. Dieser verhindert, dass die Fashion Foil beim Öffnen der Presse an der Heizplatte hängen bleibt und so evtl. schon vor dem Abkühlen abgelöst wird.

Pressen Sie die Fashion Foil bei 165° C für 10 Sekunden an. Lassen Sie sie anschließend abkühlen und ziehen Sie Folie kalt ab. Die glänzende Farbe bleibt am Adhesive haften. Auf dem abgezogenen Stück Fashion Foil sehen Sie ein Negativ des Andrucks.Glänzendes Finish mit Fashion Foil auf Adhesive-Folie

Variante: Vintage-Druck

Die Fashion Foil wird vor dem Andrucken von Hand zerknüllt. Dadurch lösen sich einige Farbpartikel und der Andruck ist nicht mehr deckend. Adern ziehen sich über das Motiv.

 

Andruckanleitungen (inkl. Schneideeinstellungen)

Problemfall Naht und Saum beim Textildruck

Egal, ob Sie das Transfer selbst erstellen oder es fertigen lassen, sie stellen immer einen tollen Weg dar, T-Shirts, Hoodies, Taschen, Sweatshirts, Jacken, Kappen etc. zu bedrucken und individualisieren. Aber sobald etwas anderes als die Front eines T-Shirts bedruckt werden soll, sind schnell Nähte, Taschen, Reißverschlüsse, Knöpfe oder andere Hindernisse im Weg. Diese machen das Bedrucken etwas schwieriger und aufwändiger. Aber keine Sorge. Mit unseren Tipps sind Sie auch für diese Problemfälle bestens gerüstet.

Tipp 1: Threading

Der Begriff Threading (oder auch Threadability, vom englischen to thread - auffädeln, durchziehen) taucht manchmal auf. Er bedeutet schlicht und ergreifend, dass die Bodenplatte so weit frei steht, dass das Textil komplett darüber gezogen werden kann und darauf frei gewendet werden kann.

Dadurch ist es möglich, das Textil so zu drehen, dass Reißverschlüsse, Knopfleisten, oder dicke Nähte und Säume nicht auf der Bodenplatte liegen. Bei vielen Jobs kann diese Methode schon die Lösung darstellen.

 

Pressen im BlueFuture-Shop mit Threadability

Schonbezug für Bodenplatten

Noch schneller und einfacher funktioniert das Threading mit den Schonbezügen für Bodenplatten. Dieser Bezug wird über die Bodenplatte der Transferpresse gezogen. Er schont nicht nur die Bodenplatte vor Abnutzung, sondern lässt das Textil auch viel leichter aufgleiten. Die glatte, rutschige Oberfläche erlaubt ein schnelleres Verschieben des Textils, ohne dass dieses an der Gummimatte auf der Bodenplatte hängen bleibt.

Wenn sowohl die Front als auch die Rückseite eines T-Shirts bedruckt werden sollen, beschleunigen Threading und der Schonbezug auch diesen Vorgang: T-Shirt aufziehen, Front bedrucken und einfach direkt auf der Presse drehen bis die Rückseite oben liegt. Es wird dadurch überflüssig, das T-Shirt zunächst von der Bodenplatte runter zu ziehen - diese Zeit können Sie sparen.

Tipp 2: Austauschbodenplatten

Manchmal ist das Textil, das bedruckt werden soll, zu klein, um es auf die Bodenplatte aufzuziehen. Für diesen Fall ist es ratsam, in Austauschbodenplatten zu investieren. Wie der Name schon sagt, kann damit die Bodenplatte der Transferpresse einfach ausgetauscht werden. Bei den Hotronix® und MAXX™ Pressen (ab Baujahr 2015) wird dazu nur ein Hebel gelöst, um die Platte zu entsichern. Dann kann sie abgehoben werden, die neue Platte aufgesetzt und die Sicherung wieder eingerastet werden. Eine Umrüstung älterer Modelle ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an.

Vor allem bei Taschen und Kleidungsstücken mit einer kleineren Druckfläche ist das Bedrucken mit einer kleineren Bodenplatte meist einfacher. Einfach flach auflegen und schon kann es losgehen. In manchen Fällen haben Tasche, Shirt oder andere Kleidungsstücke unregelmäßig geformte Hindernisse. Mit den verschiedenen Austauschbodenplatten findet sich aber für fast jeden Druckjob die richtige Lösung, egal ob Schuhe, Kappenschirme oder anderes.

Tipp 3: Print Perfect Pad

Wenn weder Threading noch das Austauschen der Bodenplatte helfen, gibt es eine weitere Lösung. Mit dem Print Perfect Pad kann der Druckbereich angehoben werden, um Hindernisse zu umgehen. Dabei handelt es sich um eine robuste Unterlage, ähnlich der Polsterung auf der Bodenplatte der Transferpresse. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich, zum Beispiel um Ärmel oder andere Dinge zu bedrucken.

Auch ein Maus-Pad vom Computer kann ein Print Perfect Pad in einigen Fällen ersetzen, obwohl es etwas dünner ist. Bei sehr dicken Nähten oder Unebenheiten reicht es daher nicht aus. Sie können aber hilfreich sein, wenn Sie eine Stelle erhöhen möchten, für die Sie kein passendes Print Perfect Pad finden, da ein Maus-Pad günstig zu erwerben ist und daher eher zerschnitten werden kann als ein Print Perfect Pad.

Tipp 4: Kappenpresse

Links wird ein Label-Tag in den inneren Nackenbereich gedruckt, rechts ein Ärmel mit einem Logo versehen.

Auch wenn sie Kappenpresse heißt, können mit dieser Transferpresse noch weit mehr Produkte als nur Kappen bedruckt werden. Das liegt am speziellen Design von Boden- und Heizplatte. Zu den Dingen, die einfach mit einer Kappenpresse bedruckt werden können, gehören zum Beispiel Ärmel, Tags im Shirt-Inneren unterhalb es Kragens.

Zusammenfassung

Es ist nahezu unmöglich, T-Shirts zu bedrucken, ohne dabei irgendwann auf Hindernisse wie Reißverschlüsse, Nähte, Säume oder andere Hindernisse zu stoßen, durch die das Textil nicht flach auf der Presse liegen kann. In diesen Fällen braucht man andere Optionen. Mit dem richtigen Zubehör ist das jedoch kein Problem. Mit Threading, austauschbaren Bodenplatten, Print Perfect Pad oder Kappenpresse haben Sie immer die richtige Lösung zur Hand. Kostspielige Fehler lassen sich so vermeiden.

 

 

Was kann man gegen Abdrücke der Transferpresse auf dem Stoff machen?

Grade wenn Sie neu im  Textildruck-Business sind, bedeutet das ein ständiges Ausprobieren, Lernen, Misslingen und Verbessern. Auf den ersten Blick scheint der Textildruck ein einfaches Unterfangen zu sein, doch wenn es dann tatsächlich ans Anpressen geht, tauchen häufig Fragen auf. Wie lange presse ich dieses Transfer an? Welches Material muss ich benutzen? Wann kann ich den Träger abziehen? Eine Frage jedoch taucht in der Regel erst auf, nachdem das erste T-Shirt, die erste Tasche bedruckt worden ist. Warum verändert sich die Farbe meines T-Shirts, wenn ich es bedrucke?

Diese Frage hat sich jeder Textildrucker irgendwann einmal gestellt. Bei roten T-Shirts zum Beispiel zeigt sich oft eine rötlich-braune Farbveränderung wenn die Transferpresse geöffnet wird. In der ersten Panik denken viele zunächst, das T-Shirt sei ruiniert.

Damit Sie nicht mehr in Panik verfallen müssen, möchten wir Ihnen erklären, was mit dem T-Shirt passiert.

Abdrücke der Transferpresse auf Baumwolle entstehen durch Verdampfung

Baumwoll-T-Shirts werden zu den Kleidungsstücken gehören, die Sie am häufigsten bedrucken. Da Baumwolle eine Naturfaser ist, enthält sie etwas Feuchtigkeit. Auch in der Umgebungsluft ist Feuchtigkeit enthalten und somit auch in den meisten Stoffen. Baumwollfasern können sehr viel Wasser halten. Wenn Sie den "feuchten" Baumwollstoff erhitzen, wird diese Feuchtigkeit erhitzt und verdampft. Manchmal können Sie diesen Dampf sogar an der Seite der Presse aufsteigen sehen. Wenn die Feuchtigkeit also verdampft und aus dem Stoff entfernt wird, wird sich die Farbe des Kleidungsstückes an der Stelle, wo es unter der Presse lag, ändern und es entsteht ein Abdruck der Presse. Diese Farbveränderung ist  bei mittleren Farbtönen wie Rot, Royalblau, Lila und Grün am deutlichsten. Er tritt auch bei anderen Farben auf, ist dort jedoch weniger deutlich.

Ist Ihr T-Shirt damit also ruiniert?

Auf keine Fall! Da die Feuchtigkeit natürlicherweise im Stoff vorhanden war, wird sie aufgrund der Luftfeuchtigkeit mit der Zeit auch wieder zurück in den Stoff gehen. Wenn die Umgebungsluft sehr trocken ist, kann dieser Vorgang etwas länger dauern als in einer feuchteren Umgebung. In der Regel wird die Ursprungsfarbe sich aber etwa 10 Minuten nach dem Auskühlen des Stoffs zurückkehren.

Zu große Hitze beim Anpressen kann Polyester versengen

Was aber, wenn Ihr T-Shirt aus Polyester besteht, nicht aus Baumwolle? Auch dann wird ein rechteckiger Abdruck von der Presse zurückbleiben.

Wie auch Baumwolle enthalten Polyesterfasern etwas Feuchtigkeit, sodass eine leichte Farbänderung normal ist. Es kann jedoch noch ein anderes Problem auftreten. Statt die Farbe zu ändern, glänzt der Stoff plötzlich. Ein glänzendes Rechteck in der Form Ihrer Presse drückt sich auf dem Stoff ab. Das passiert, wenn der Stoff "versengt". Der Glanz bedeutet, dass die Temperatur, die Sie beim Pressen benutzen, zu hoch für den Stoff ist. Einige Polyesterstoff reagieren sensibel auf Hitze und wenn eine Transferpresse mit hohen Temperaturen genutzt wird, beginnen die Fasern zu schmelzen. Dieses Ergebnis ist aller Wahrscheinlichkeit nach permanent, kann sich aber auch leicht zurückbilden. Die Fasern des Stoffs wurden verändert.

Um dieses Problem zu umgehen, verwenden Sie Transfers und Materialien, die bei geringeren Temperaturen angepresst werden können, um ein Verbrennen des Stoffes zu vermeiden. Temperaturen von über 150° C sollten auf jeden Fall vermieden werden.

Der durch die Hitze einer Transferpresse versengte Polyester glänzt.

Transferfolien, die bei niedrigen Temperaturen angepresst werden

Bei BlueFuture erhalten Sie eine Auswahl von Folien, die bereits bei niedrigen Temperaturen angedruckt werden können.

Flexfolien

bedruckbare Textilfolien

Ein weiterer Tipp zum Vermeiden von Abdrücken: Legen Sie ein Baumwolltuch zwischen Stoff und Heizplatte. Bitte beachten Sie, dass sich die Andruckzeit dadurch verlängern kann.

Kann ich für meinen Kunden Bilder drucken, die durch das Urheberrecht oder Markenrecht geschützt sind?

Wenn Sie schon etwas länger im Textildruckgeschäft sind, haben Sie sicherlich schon erlebt, dass Kunden zu Ihnen kamen, die ein urheberrechtgeschütztes Bild oder Design drucken lassen wollten. Wie haben Sie reagiert? Haben Sie vorgeschlagen, das Bild zu abzuändern, damit Sie es dennoch drucken konnten?

Wenn es um durch das Urheberrecht geschützte Designs geht, stößt man schnell auf vermeintliche "Regeln". Zum Beispiel, dass eine Bestimmte Anzahl an Veränderungen am Design, oder ein gewisser Prozentsatz ausreichen, damit das Design nicht länger unter das Urheberrecht fällt.

Leider sind die meisten dieser Angaben falsch. Achten Sie daher immer darauf, kein Copyright/Markenrecht/Urheberrecht/Persönlichkeitsrecht zu verletzen, wenn Sie Designs für Kunden (oder auch für Familienmitglieder und Freunde) drucken. Vielleicht glauben Sie, auf der rechtlich sicheren Seite zu sein, sind es aber gar nicht. Urheberrechtsverletzungen können große rechtliche Probleme mit sich ziehen. Das sollten Sie im Sinne Ihres Unternehmens unbedingt vermeiden.

Bei BlueFuture können Sie daher keine urheber- oder markenrechtlich geschützten Bilder drucken lassen, es sei denn Sie können nachweisen, dass Sie dazu berechtigt sind.

In wieweit ein Bild verändert werden muss, damit dessen Verwendung zum Beispiel im Rahmen der Kunstfreiheit wieder verwendet werden kann, ist leider meist eine Einzelfallentscheidung und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Wie finde ich heraus, ob das Bild geschützt ist?

Auf der Seite des Deutschen Patent- und Markenamts können Sie geschützte Wort- und Bildmarken recherchieren.

Quelle: Screenshot images.google.de

Wenn der Kunde Ihnen ein digitales Bild liefert, können Sie beispielsweise über die umgekehrte Bildsuche bei Google herausfinden, ob das Bild bereits im Netz zu finden ist.

Nachdem Sie auf das Kamera-Symbol geklickt haben, können Sie ein Bild von Ihrer Festplatte oder aus dem Internet hochladen. Google zeigt Ihnen dann unter anderem an, auf welchen Webseiten das Bild zu finden ist.

Welcher Plotter ist für mich geeignet?

Ein Schneideplotter ist einem Drucker auf den ersten Blick recht ähnlich. Während ein regulärer Drucker jedoch zeilenbasiert und mit einzelnen Punkten arbeitet, die er druckt, funktionieren Schneideplotter vektorbasiert: Das Messer kann sich frei nach rechts und links, vorne und hinten (genau genommen wird das Material vor und zurück bewegt) bewegen; verarbeitet werden Linien statt Punkten.

Wer sich für die Anschaffung eines Schneideplotters interessiert, sollte sich Gedanken darüber machen, welche Funktionen das Gerät im eigenen Betrieb erfüllen muss und soll. Wichtige Merkmale, die dabei berücksichtigt werden sollten, haben wir hier erklärt:

Schneide- und Medienbreite: Davon ist abhängig, welche Folien- oder Medienformate sie mit dem Plotter schneiden können. Wäre der Plotter zu schmal, müssten Sie Ihre Waren manuell zurechtschneiden, bevor Sie sie in den Plotter einlegen können. Das ist bei Rollenware sehr umständlich.

Schneidkraft: Von der Schneidkraft ist abhängig, wie stark die Materialien sein können, die der Plotter noch problemlos schneidet.

Geschwindigkeit: relativ selbsterklärend: Je schneller der Plotter schneiden kann, desto schneller erledigt er seine Arbeit. Aber: Bei vielen Materialien und bei detailreichen Motiven ist es oftmals besser, die Geschwindigkeit zugunsten der Präzision zu verringern.

Passermarkenerkennung: Werden Motive vor dem Druck in der Software mit Passermarken versehen, werden diese mitgedruckt. Der Plotter kann diese mit Sensoren einlesen und so erkennen, wo die Schneidelinien genau sitzen sollen. Ohne Passermarken müssten die Medien 100% genau im Plotter positioniert werden, was von Hand nicht möglich ist.

Messer: Unterschieden wird zwischen Schlepp- und Tangentialmessern. Erstere sind günstiger und häufiger zu finden. Die Messerspitze ist versetzt zur Mittelachse und wird beim Schneiden nachgezogen ("geschleppt"). Der Plotter muss diesen Versatz zwischen Achse und Spitze kennen und einberechnen können. Wechselt der Schnitt die Richtung, wird das Messer im Material gedreht. Beim Tangentialmesser sitzt die Messerspitze unter der Mittelachse. An Ecken wird das Messer angehoben und neu ausgerichtet.
Auch der Messerwinkel spielt beim Schneiden eine Rolle, da ein One-for-all-Ansatz zu unsauberen Schnitten und schnellerer Abnutzung führen kann.

Drucker: Je nach Anwendungsgebiet kann es nützlich sein, in ein Kombi-Gerät zu investieren, das sowohl drucken als auch schneiden kann (z. B. Werbetechnik).

Software: Der Plotter sollte entweder eine eigene Software zum Erstellen von Vektordateien besitzen oder aber ein Plugin, das die Kommunikation zwischen Grafikprogramm und Gerät übernimmt.

Budget: Ein Plotter kostet - gerade im Profibereich - nicht wenig. Dennoch sollten Sie die Finger von vermeintlichen Schnäppchen lassen. Achten Sie auf deutschsprachigen Kundenservice oder deutsche Vertragshändler, wo sie im Falle eines Fehlers oder Problems schnell Hilfe erhalten.
Wir raten vom Kauf günstiger China-Plotter ab, da sie viel versprechen, es ihnen aber oft an Genauigkeit und Zuverlässigkeit mangelt.

Was ist bei der Auswahl der Transferpresse zu beachten?

Um zu beurteilen, welche Transferpresse für das eigene Unternehmen geeignet ist, lohnt es sich, sich vor der Anschaffung zunächst einige Gedanken zu machen. Zu den Fragen, die Sie sich stellen sollten, gehören unter anderem:

  • Für welche Transferarten werde ich die Presse hauptsächlich benötigen?
  • Wie sieht mein finanzieller Rahmen aus?
  • Wie viele Transferdrucke möchte ich erstellen? Soll der Textildruck ein Nebengeschäft sein oder werden täglich dutzende, gar hunderte Textilien bedruckt?
  • Gibt es Funktionen, auf die ich besonderen Wert lege?
  • Gibt es spezielle Produkte, die ich bedrucken möchte (Kappen, Schuhe, Bälle...)?

Im folgenden wollen wir auf die einzelnen Punkte näher eingehen, um Ihnen vor dem Kauf eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben.

Transferarten

Insbesondere bei klassischen CLC-Transferpapieren ist ein hoher Anpress-Druck entscheidend für die Qualität des fertigen Produkts. Daher sollten Sie es hier vermeiden, mit Pressen zu arbeiten, bei denen der Druck manuell gehalten werden muss. Schrauben zum Einstellen des Drucks oder gar pneumatische Pressen mit angeschlossenem Kompressor sind hier Pflicht,um ein optimales Druckergebnis zu gewährleisten. Bei Flex- und Flockfolien hingegen reichen auch ein etwas niedrigerer Anpress-Druck. Bedenken Sie immer, dass eine gleichmäßige Druck- und Temperaturverteilung die wichtigsten Faktoren beim Anpressen sind.

Heizplattentechnik

Alle Hotronix-Transferpressen verfügen über eingelassene Heizschlangen, deren Bögen maximal 5 cm voneinander entfernt sind, um die Bildung von kalten Stellen auf der Heizplatte auszuschließen. Die dicke Heizplatte hält die Hitze zudem länger und beständiger als dünne Heizplatten. Die Teflon-Beschichtung verhindert ein Verschmutzen der Heizplatte, ist kratzresistent und schont das Textil.

Clam- vs. Schwing-Transferpresse

Clam- und Schwing-Transferpressen unterscheiden sich in der Öffnungsart. Bei Clam-Pressen öffnet die Heizplatte nach oben während sie bei Schwingpressen zur Seite schwingt. Die unterschiedliche Öffnungsmodalität zieht diverse Anwendungseigenschaften nach sich.

Temperaturabgabe: Wird die Presse nach oben geöffnet, wie bei Clam-Modellen, strahlt die Hitze der Heizplatte nach vorne in Richtung des Benutzers ab. Das kann auf Dauer sehr warm werden. Bei Schwingmodellen hingegen strahlt die Hitze immer nach unten. Der Benutzer wird davon kaum beeinflusst.

Materialplatzierung/Materialdicke: In Clam-Modellen können beliebig dicke Materialien einfach platziert werden. Bei Schwing-Modellen ist darauf zu achten, wie groß der Abstand zwischen Heiz- und Bodenplatte ist. Billige Geräte kommen hier oft nur auf 2 cm. Bei dicken Materialien kann es so passieren, dass die Heizplatte beim Zurückschwingen bereits mit dem Transfer in Kontakt kommt und es verschiebt, oder die Heizplatte gar nicht mehr zurückschwingen kann. Bei den von BlueFuture vertriebenen Modellen hingegen liegt der Abstand bei rund 5 cm. Dadurch lassen sich in beiden Pressen-Varianten auch voluminöse Materialien gut platzieren und pressen.

Threadability: Mit diesem Fachbegriff wird die Eigenschaft der Bodenplatte bezeichnet, die zulässt, dass Textilien einfach aufgezogen und dennoch auf der Platte verschoben, gedreht und gewendet werden können. Ein Schonbezug erhöht die Threadability, weil sich das Textil auf der glatten Oberfläche leichter verschieben lässt. Zudem schützt er das Textil vor möglichen unsauberen Gusskanten der Bodenplatte.

pneumatische vs. manuelle Druckeinstellung

Neben Hitze ist Druck der wichtigste Faktor beim Transfer-Druck. Je nach Modell muss dieser mit dem eigenen Körpergewicht, über einen Drehknopf und Hebelwirkung oder mit Hilfe eines Kompressors aufgebracht werden.

Modelle mit der erstgenannten Variante eignen sich eher für den Anfänger- bis Fortgeschrittenen-Bereich. Ein professioneller Druck, der verkauft werden soll, ist mit diesen Modellen kaum möglich, da die Druckverteilung und -stärke nicht reguliert werden können.

Bei manuell einstellbaren Pressen wird der Druck über eine Drehschraube auf der Mitte der Heizplatte reguliert und über Hebelwirkung appliziert. Die Höhe des Druckes kann hierbei nur abgeschätzt werden.

Die Pressen der Hotronix® Sprint Mag Serie verfügen über eine Druckanzeige, die zwischen 1 und 9 eingestellt werden kann. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine bar-Anzeige.

Bei pneumatischen Pressen wird der Druck entweder schrittweise oder als genauer psi/bar-Wert eingestellt. Dadurch lässt sich die Andruckstärke genau regulieren und auch über große Serien reproduzieren. Mit pneumatischen Pressen kann zudem ein höherer Druck aufgebaut werden als mit anderen Pressen. Auf der anderen Seite ist hierzu ein externer Kompressor notwendig, der separat angeschafft werden muss. Aber auch vorhandene externe oder hauseigene Druckluftsysteme können genutzt werden. Eventuell ist ein Adapter nötig, der in jedem Baumarkt erhältlich ist.

Format

Da die Bodenplatten der Hotronix®-Transferpressen (die Pressen der Clam-Basic-Serie gehören nicht dazu) austauschbar sind, kommt es hier vor allem auf die Größe der Heizfläche an. Diese beträgt bei allen Modellen bis zu 40x50 cm, mit Ausnahme der Kappen-Pressen, deren Fläche 9x16 cm beträgt. Einsteiger-Modelle der Serien Clam Basic, MAXX, und Sprint Mag gibt es außerdem mit Heizplatten in der Größe von 28x38 cm und 38x38 cm. Sie können Ihre Presse somit jederzeit ohne Werkzeug (!) auf ein anderes Bodenplattenformat umrüsten. Zudem gibt es Bodenplatten in speziellen Formaten, zum Beispiel zum Bedrucken von Ärmeln oder Hosenbeinen.

Zeitmanagement

Einige Pressen besitzen eine sogenannte Auto-Open-Funktion. Das bedeutet, sie öffnen nach Ablauf einer voreingestellten Zeit automatisch. Ein „Überpressen“ wird damit wirksam verhindert. Sinnvoll ist diese Funktion in Betrieben, in denen nebenbei andere Dinge erledigt werden müssen, oder die beispielsweise Kundenkontakt haben. Wenn der Press-Vorgang gerade gestartet wurde und ein Kunde den Laden betritt, kann die Presse sich selbst überlassen werden und der Mitarbeiter hat sofort Zeit, sich um den Kunden zu kümmern. Andernfalls müsste er entweder den Press-Vorgang abbrechen, den Kunden warten lassen oder riskieren, dass der Druck misslingt. Die Hotronix Dual Air Fusion verfügt über zwei Bodenplatten. So können Sie auf der einen Bodenplatte ein Textil pressen, während Sie auf der anderen ein Textil für den Druck vorbereiten. Auf diese Weise können Sie zeit-optimiert arbeiten.

Budget

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf einer Transferpresse spielt natürlich die Finanzierung. Selbst wenn eine Presse noch so überzeugende Eigenschaften hat: Wenn Sie sie nicht finanzieren können oder keine Chance sehen, dass sich die Anschaffung langfristig amortisiert, bringt auch das beste Modell nichts.

Bei BlueFuture bieten wir Ihnen verschiedene Finanzierungsmodelle an, mit denen Sie den Kauf einer Presse finanzieren können. Wir beraten Sie gerne.

Wie erkenne ich die Qualität einer Transferpresse?

Qualität hat ihren Preis: So abgedroschen dieser Ausspruch klingen mag, er stimmt dennoch. Doch woran können Sie minderwertige Qualität erkennen?

Sicherheit

Nur noch in seltenen Fällen werden Geräte heute in Europa oder gar in Deutschland gefertigt. Dennoch müssen Sie den hier geltenden Sicherheitsanforderungen entsprechen. Dies erkennen Sie am CE-Siegel sowie an der EG-Konformitätserklärung, mit der der Hersteller erklärt, dass seine Produkte den in der EU geltenden Richtlinien entsprechen.

Verarbeitung

Wenn Sie ein Modell in Erwägung ziehen, schauen Sie es sich - wenn möglich - live vor Ort an. Achten Sie dabei nicht nur auf die Vorzüge, die der Vertreter aufzählt, sondern sehen Sie sich die Presse genau an. Wie ist sie verarbeitet? Gibt es unsaubere Kanten oder sind alle Nähte ordentlich verschweißt? Macht die Presse einen stabilen Eindruck? Öffnen und schließen Sie die Presse einige Male, um ein Gefühl für die Stabilität zu bekommen.

Herstellerangaben

  • Temperaturangaben von 300°, 400° oder mehr sind mit der gängigen Heizschlagen-Technik nicht nur unrealistisch, sondern auch unnötig und - wenn sie auf Kosten des Brandschutzes erreicht werden - sogar gefährlich. Für die Textilveredelung reichen Temperaturen von 200-220 °C aus. 
  • Eine Bügelpresse ist keine Transferpresse! Wenn Sie Maschinen über Wiederverkäufer, Onlineanbieter oder Onlineauktionshäuser kaufen, recherchieren Sie den Hersteller und überprüfen Sie die Angaben. 

Service

Gute Hersteller bieten Gewährleistungen und Garantien. Im Falle eines Fehlers können Sie die Presse schnell und fachmännisch reparieren lassen. Von Vorteil ist es, wenn die Presse in Deutschland repariert werden kann. Das spart Kosten und Zeit. Achten Sie darauf, Ihre Geräte von einem inländischen Hersteller zu beziehen, sodass Ihnen immer ein Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Extra-Features

Laser-Alignment-System: Die Hotronix Dual Air Fusion wird standardmäßig mit einem Laser-Alignment-System geliefert. Mehrere Laserpointer können mit Hilfe einer Schablone so ausgerichtet werden, dass sie nützliche Hilfslinien zum Platzieren von Motiven auf das Textil projizieren. Das Laser-Alignment-System ist auch separat (Stand Alone) erhältlich, sodass es zu jeder Presse dazugestellt werden kann.

Hover-Funktion: Diese Funktion ermöglicht das Nachbehandeln von Drucken (beispielsweise DTG - direct to garment; Textildirektdruck) ohne direkten Kontakt zur Heizplatte.

Fußpedal: Die Modelle Hotronix Air Fusion und Dual Air Fusion verfügen über ein Fußpedal, mit dem sich die Presse öffnen und zur Seite schwingen lässt. Auf diese Weise hat der Benutzer die Hände frei für andere Arbeitsschritte.

Speicherbare Programme: Erlauben, häufig genutzte Einstellungen mit Namen abzuspeichern und schnell wieder aufzurufen.

Dual Timer: Bei Pressen mit Dual-Timer-Funktion können zwei Zeiten eingestellt werden. Dies kann beispielsweise dazu genutzt werden, mit der einen Zeit das Vorpressen zu timen und mit der zweiten Zeit den eigentlichen Anpress-Vorgang. Es können aber auch unterschiedliche Anpresszeiten für zwei unterschiedliche Materialien eingestellte werden.

 

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Transferpressen-Guide

Techniken beim Textildruck

Bei der Textilveredelung unterscheidet man zwischen verschiedenen Verfahren. So gibt es auf der einen Seite den Textildirektdruck (auch DTG - direct to garment genannt) und auf der anderen Seite den Transferdruck. Außerdem unterscheidet man die Art der Aufdrucke nach Siebdruckverfahren, Digitaldruck oder nach Folien, die wiederum in Flex- und Flockfolien unterteilt sind. Eine vierte Möglichkeit, die im professionellen Bereich seltener anzutreffen ist, sind Transferpapiere, die mit Druckern bedruckt werden.

Siebdruck

Beim Siebdruck sind aufwändige Vorarbeiten notwendig, die das Verfahren erst bei hohen Auflagen rentabel machen. Für jede Farbe des Drucks wird ein eigenes Sieb angefertigt, mit dem die entsprechende Farbe an den gewünschten Stellen aufgetragen wird. Jedes Textil muss daher auch entsprechend der Anzahl der Farben mehrmals bedruckt werden. Daher sollte auch der Faktor Zeit mit in die Rentabilitätsberechnung eingehen. Farbverläufe sind mit dieser Methode nur im Rasterdruck zu realisieren. Siebdrucke haben eine hohe Farbbrillanz und hohe Abriebfestigkeit, wodurch sie sich auch für stark beanspruchte Textilien eignen. Alternativ zum oben beschriebenen Siebdirektdruck kann die Farbe auch auf ein Transfermedium gedruckt werden. Dann wird noch eine Transferpresse benötigt, um den Druck auf dem Textil zu fixieren.

Digitaldruck

Beim Digitaldruck werden die Farben direkt gemischt und auf das Textil oder Transfermedium gedruckt. Da er keine Vorarbeiten benötigt, eignet er sich gut für Kleinstserien oder Einzelstücke. Im Digitaldruck sind sehr detailreiche Motive ebenso wie fotorealistische Farbverläufe möglich. Für den Digitaldirektdruck sind spezielle Drucker und Tinten notwendig.

Flex- und Flockfolien

Der Druck mit Folien ermöglicht deckende und brillante Farben. Mit speziellen Folien sind Glitzer-, Hologramm-, Metallic-, nachleuchtende oder farbchangierende Effekte möglich. Farbverläufe sind nicht gut möglich, lediglich mit bedruckbaren Flexfolien lassen sich diese darstellen. Textildruckfolien bestehen aus einer farbigen Folie (PU oder PVC), einem Hotmelt-Kleber an der Unter- und einer Trägerfolie an der Oberseite. Ist die Trägerfolie mit einem Klebefilm versehen, spricht man von einem rückklebenden Träger. Er erleichtert das Entgittern. Mit einer Schere, Stanze oder mit Schneideplottern können aus diesen Folien Motive geschnitten werden. Mit einer Transferpresse werden sie auf Textilien gepresst. Der Hitze-aktivierte Kleber sorgt für eine dauerhafte Verbindung von Folie und Textil.

Transferpapiere

Transferpapiere können mit Laser- oder Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Die Farbe wird anschließend auf Textilien gepresst.