Archiv für den Monat: Juli 2017

Glänzende Designs mit Fashion Foil und Adhesive

Mit der Fashion Foil sind unglaubliche Glanzeffekte auf Transfers möglich. Das tolle an dieser Folie ist, dass sie nicht geschnitten werden muss, sondern direkt auf eine andere Flexfolie aufgepresst werden kann. Wir empfehlen dazu unser Adhesive. Dabei handelt es sich um eine leicht plotbare und leicht zu entgitternde Folie, die nur aus einer Kleberschicht besteht.

Benötigte Materialien

Schritt 1: Motiv aus Adhesive plotten oder ausschneiden

Plotten Sie das gewünschte Motiv aus der Adhesive-Folie. Sie lässt sich wie Flex verarbeiten. Achten Sie darauf, die richtige Seite (die Kleberseite) zu schneiden. Entgittern Sie das Motiv anschließend, indem Sie überflüssige Folie von Träger ziehen.Geplottete Adhesive-Folie

Schritt 2: Adhesive andrucken

Platzieren Sie das Adhesive-Motiv auf dem Textil und drucken Sie es mit einer Transferpresse bei 150° C für fünf Sekunden an. Den Träger können Sie anschließend sofort heiß abziehen.

Links Adhesive vor dem Andruck, rechts wurde die Trägerfolie abgezogen.

Schritt 3: Fashion Foil auflegen

Legen Sie die Fashion Foil über das angedruckte Adhesive-Motiv. Die farbige Seite zeigt nach oben. Die Fashion Foil sollte das ganze Motiv bedecken und kann ruhig über die Ränder hinausgucken. Ein grobes Zuschneiden der Foil ist zum einfacheren Platzieren hilfreich, aber nicht notwendig. Fashion Foil glatt auflegen

Schritt 4: Fashion Foil anpressen

Decken Sie das Motiv mit einem Abdeckbogen ab. Dieser verhindert, dass die Fashion Foil beim Öffnen der Presse an der Heizplatte hängen bleibt und so evtl. schon vor dem Abkühlen abgelöst wird.

Pressen Sie die Fashion Foil bei 165° C für 10 Sekunden an. Lassen Sie sie anschließend abkühlen und ziehen Sie Folie kalt ab. Die glänzende Farbe bleibt am Adhesive haften. Auf dem abgezogenen Stück Fashion Foil sehen Sie ein Negativ des Andrucks.Glänzendes Finish mit Fashion Foil auf Adhesive-Folie

Variante: Vintage-Druck

Die Fashion Foil wird vor dem Andrucken von Hand zerknüllt. Dadurch lösen sich einige Farbpartikel und der Andruck ist nicht mehr deckend. Adern ziehen sich über das Motiv.

 

Andruckanleitungen (inkl. Schneideeinstellungen)

Problemfall Naht und Saum beim Textildruck

Egal, ob Sie das Transfer selbst erstellen oder es fertigen lassen, sie stellen immer einen tollen Weg dar, T-Shirts, Hoodies, Taschen, Sweatshirts, Jacken, Kappen etc. zu bedrucken und individualisieren. Aber sobald etwas anderes als die Front eines T-Shirts bedruckt werden soll, sind schnell Nähte, Taschen, Reißverschlüsse, Knöpfe oder andere Hindernisse im Weg. Diese machen das Bedrucken etwas schwieriger und aufwändiger. Aber keine Sorge. Mit unseren Tipps sind Sie auch für diese Problemfälle bestens gerüstet.

Tipp 1: Threading

Der Begriff Threading (oder auch Threadability, vom englischen to thread - auffädeln, durchziehen) taucht manchmal auf. Er bedeutet schlicht und ergreifend, dass die Bodenplatte so weit frei steht, dass das Textil komplett darüber gezogen werden kann und darauf frei gewendet werden kann.

Dadurch ist es möglich, das Textil so zu drehen, dass Reißverschlüsse, Knopfleisten, oder dicke Nähte und Säume nicht auf der Bodenplatte liegen. Bei vielen Jobs kann diese Methode schon die Lösung darstellen.

 

Pressen im BlueFuture-Shop mit Threadability

Schonbezug für Bodenplatten

Noch schneller und einfacher funktioniert das Threading mit den Schonbezügen für Bodenplatten. Dieser Bezug wird über die Bodenplatte der Transferpresse gezogen. Er schont nicht nur die Bodenplatte vor Abnutzung, sondern lässt das Textil auch viel leichter aufgleiten. Die glatte, rutschige Oberfläche erlaubt ein schnelleres Verschieben des Textils, ohne dass dieses an der Gummimatte auf der Bodenplatte hängen bleibt.

Wenn sowohl die Front als auch die Rückseite eines T-Shirts bedruckt werden sollen, beschleunigen Threading und der Schonbezug auch diesen Vorgang: T-Shirt aufziehen, Front bedrucken und einfach direkt auf der Presse drehen bis die Rückseite oben liegt. Es wird dadurch überflüssig, das T-Shirt zunächst von der Bodenplatte runter zu ziehen - diese Zeit können Sie sparen.

Tipp 2: Austauschbodenplatten

Manchmal ist das Textil, das bedruckt werden soll, zu klein, um es auf die Bodenplatte aufzuziehen. Für diesen Fall ist es ratsam, in Austauschbodenplatten zu investieren. Wie der Name schon sagt, kann damit die Bodenplatte der Transferpresse einfach ausgetauscht werden. Bei den Hotronix® und MAXX™ Pressen (ab Baujahr 2015) wird dazu nur ein Hebel gelöst, um die Platte zu entsichern. Dann kann sie abgehoben werden, die neue Platte aufgesetzt und die Sicherung wieder eingerastet werden. Eine Umrüstung älterer Modelle ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an.

Vor allem bei Taschen und Kleidungsstücken mit einer kleineren Druckfläche ist das Bedrucken mit einer kleineren Bodenplatte meist einfacher. Einfach flach auflegen und schon kann es losgehen. In manchen Fällen haben Tasche, Shirt oder andere Kleidungsstücke unregelmäßig geformte Hindernisse. Mit den verschiedenen Austauschbodenplatten findet sich aber für fast jeden Druckjob die richtige Lösung, egal ob Schuhe, Kappenschirme oder anderes.

Tipp 3: Print Perfect Pad

Wenn weder Threading noch das Austauschen der Bodenplatte helfen, gibt es eine weitere Lösung. Mit dem Print Perfect Pad kann der Druckbereich angehoben werden, um Hindernisse zu umgehen. Dabei handelt es sich um eine robuste Unterlage, ähnlich der Polsterung auf der Bodenplatte der Transferpresse. Es ist in verschiedenen Größen erhältlich, zum Beispiel um Ärmel oder andere Dinge zu bedrucken.

Auch ein Maus-Pad vom Computer kann ein Print Perfect Pad in einigen Fällen ersetzen, obwohl es etwas dünner ist. Bei sehr dicken Nähten oder Unebenheiten reicht es daher nicht aus. Sie können aber hilfreich sein, wenn Sie eine Stelle erhöhen möchten, für die Sie kein passendes Print Perfect Pad finden, da ein Maus-Pad günstig zu erwerben ist und daher eher zerschnitten werden kann als ein Print Perfect Pad.

Tipp 4: Kappenpresse

Links wird ein Label-Tag in den inneren Nackenbereich gedruckt, rechts ein Ärmel mit einem Logo versehen.

Auch wenn sie Kappenpresse heißt, können mit dieser Transferpresse noch weit mehr Produkte als nur Kappen bedruckt werden. Das liegt am speziellen Design von Boden- und Heizplatte. Zu den Dingen, die einfach mit einer Kappenpresse bedruckt werden können, gehören zum Beispiel Ärmel, Tags im Shirt-Inneren unterhalb es Kragens.

Zusammenfassung

Es ist nahezu unmöglich, T-Shirts zu bedrucken, ohne dabei irgendwann auf Hindernisse wie Reißverschlüsse, Nähte, Säume oder andere Hindernisse zu stoßen, durch die das Textil nicht flach auf der Presse liegen kann. In diesen Fällen braucht man andere Optionen. Mit dem richtigen Zubehör ist das jedoch kein Problem. Mit Threading, austauschbaren Bodenplatten, Print Perfect Pad oder Kappenpresse haben Sie immer die richtige Lösung zur Hand. Kostspielige Fehler lassen sich so vermeiden.